Der Kindergarten mit Mittagstisch in Warwara:

Der Kindergarten wurde 2008 erbaut und im Januar 2009 eröffnet. Seither kümmert sich Schwester Askale Maria mit viel Liebe und Umsicht um die Führung des Projekts. Der Kindergarten besteht aus einem Schulgebäude mit zwei hellen geräumigen Klassenzimmern, einer Unterkunft für die Lehrerinnen und einem Essraum-Küchen-Gebäude. Eine eigene Trinkwasserversorgung mit Reservoir sorgt für genügend frisches Wasser.

Jährlich besuchen 120 bis 130 Kinder die Vorschule, aufgeteilt in eine Anfänger- und eine Fortgeschrittenenklasse. Zahlreiche Kinder nehmen lange Fussmärsche in Kauf, um am Unterricht teilnehmen zu können 

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Das Lehrpersonal besteht aus zwei Lehrerinnen und einer Hilfskraft. Nebst dem eigentlichen Schulprogramm erteilen die Lehrerinnen regelmässig Hygieneunterricht, damit die Kinder lernen, wie man die Hände wäscht, wie man die Latrine benutzt und diese auch sauber hält.

Am Mittag versorgen unsere Köchinnen die Kleinen mit einer einfachen ausgewogenen Mahlzeit. Das Mahlzeitenprogramm hat sich ausserordentlich gut bewährt und leistet einen wirksamen Beitrag zur Verminderung der Mangelernährung. Schon nach wenigen Monaten wirken sich die positiven Effekte der gesunden Ernährung sichtbar auf das Wohlergehen der Kinder aus.

Der Kindergarten besteht aus folgenden Gebäuden:

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Die Agaro Bushi Minor Clinic:

Das Basis-Gesundheitsprojekt ist auf das dringliche Ersuchen der Bevölkerung hin entstanden, denn die Dorfgemeinschaften Warwara und Agaro Bushi verfügten über keinerlei ärztliche Grundversorgung. Am 7. November 2010 war es so weit. Im Beisein einer riesigen Volksmenge weihte Bischof Markos Gebremedhin die Agaro Bushi Minor Clinic feierlich ein. Das Katholische Vikariat von Jimma/Bonga hat die Projektpartnerschaft für die Klinik übernommen. Fortan regelt ein Kooperationsvertrag zwischen SAED ETIOPIA und der katholischen Ortskirche die gemeinsame Projektverantwortung und die Pflichten, die daraus erwachsen.

Die Basis-Gesundheitsstation ist sehr einfach und spartanisch eingerichtet. Sie verfügt über einen solarbetriebenen Kühlschrank und ein ebensolches Beleuchtungssystem (3 Lampen) für nächtliche Notfälle. Eine eigene Trinkwasserversorgung mit Reservoir versogt die Klinik mit dem nötigen Wasser. Dem Pflegepersonal steht eine neu erstellte Dienstunterkunft zur Verfügung.

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Das Klinikpersonal besteht aus zwei bis drei Pflegepersonen und einer Hilfskraft. Ein weiterer Angestellter besorgt die Registrierung der Patienten. Die Menschen schätzen es sehr, auf eine minimale medizinische Versorgung zählen zu können. Nebst den üblichen Erste-Hilfe-Leistungen liegt der Schwerpunkt unseres Einsatzes eindeutig im präventiven Bereich. Zahlreiche Infektionskrankheiten können durch das Erlernen einfachster Hygieneregeln vermieden werden.

In Anbetracht der extrem hohen Müttersterblichkeitsrate – in unserem Einsatzgebiet liegt sie 10x höher als die bereits sehr hohe Rate Äthiopiens, welche bei 720 pro 100'000 Lebendgeburten liegt – suchen wir dringend eine Hebamme einzustellen. Eine gute Fachfrau ins entlegene Hochland zu holen ist allerdings ein äusserst schwieriges Unterfangen. Es sind aber just diese fehlenden Strassenverbindungen, die den schwangeren Frauen zum tödlichen Verhängnis werden.

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 Unser Ziel ist, die Gesundheitsstation nach und nach zu einer kompetenten Anlaufstelle für schwangere Frauen, für Säuglinge und für Familienplanung auszubauen. Dabei stellt die Rekrutierung von geeignetem Personal die grösste Schwierigkeit dar. Wir sind daran, das Netzwerk unserer Beziehungen auszubauen und bleiben zuversichtlich, unsern Traum Schritt für Schritt verwirklichen zu können.

Neue Projekte:

Die einzige Grundschule (1.bis 8.Primarklasse) für die Dörfer unseres Einzugsgebiets (rund 5'000 Einwohner) befindet sich in Agaro Bushi. Mit insgesamt 900 Schülerinnen und Schülern sind die Klassenräume hoffnungslos überfüllt. Auf engstem Raum sitzen die Kinder in Holzbänken, auf Schemeln und Steinen. Die Schule verfügt weder über Toiletten, noch über eine Wasserversorgung.

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 Nachdem sich die Bevölkerung im November 2010 mit einer Bittschrift an SAED ETIOPIA gewandt hatte entschlossen wir uns, in Zusammenarbeit mit unsern Partnern vor Ort folgende Projekte in Angriff zu nehmen:

Bau eines zusätzlichen Schulgebäudes (drei Klassenräume) auf dem Areal der öffentlichen Grundschule, sowie die vollständig Möblierung der Klassenzimmer für je 100 Kinder.

Errichtung von zwei Latrinengebäuden (je eines für Mädchen und Buben). 

Renovierung der bestehenden Schulgebäude.

 

progettoAls weiteren Schritt zur Verbesserung der dörflichen Infrastruktur plant SAED ETIOPIA den Bau einer Trinkwasserversorgung die auch der Schule dienen wird.